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45 Fragen zur COPD - Therapie & Exazerbation

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Beim Lernen

Frage 4: Ärztliche Therapie

Nachweislich führt die Behandlung von Patienten mit COPD durch einen Pneumologen im Vergleich zur hausärztlichen Behandlung zu einer höheren Lebensqualität. Die Erfahrung zeigt, dass bei der Konsultation eines Lungenfacharztes wiederkehrend Patienten nach ihrem GOLD-Stadium behandelt wurden und nicht nach ihrem individuellen Beschwerdebild.

Bitte erklären und bewerten Sie in diesem Zusammenhang die Begriffe „stadiumorientierte Therapie“ und „personalisierte Therapie“!

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Die moderne Pneumologie behandelt Patienten mit COPD „personalisiert“ – das heißt, dass sich die Therapie nach der Zusammenschau aller notwendigen Befunde und einem ausführlichen ärztlichen Gespräch mit dem Patienten, an seinen Beschwerden sowie seinem individuellen Krankheitsempfinden orientiert. Hierbei wird der CAT (COPD Assessment Test) erhoben, der sowohl die individuellen Symptome als auch die Exazerbationsfrequenz abfragt. Mit dieser Herangehensweise kann gezielter (personalisierter) behandelt werden, als bei einer ausschließlichen Orientierung am GOLD-Stadium, bei dem die Einstufung und Bewertung der Schwere der Erkrankung ausschließlich auf der Basis der Befunde der Spirometrie erfolgt. Die praktische Erfahrung zeigt zudem wiederkehrend, dass gemäß dem GOLD-Stadium schwer kranke Patienten mitunter einen eher niedrigen Leidensdruck haben und (stadiumorientiert) übertherapiert werden, während Patienten mit einem niedrigeren Stadium nach GOLD eine die Lebensqualität zum Teil stark einschränkende Symptomatik angeben und (stadiumorientiert) nicht ausreichend behandelt werden. Zusammenfassend heißt das, dass die personalisierte Therapie den Patienten gezielter erreicht und somit der sich ausschließend auf Messwerte gestützten stadiumorientierten Therapie vorzuziehen ist.